Meckesheim - St. Martin
energetische Sanierung 2015 - 2016
An das vorhandene Bauvolumen wurde lediglich ein unbeheiztes Treppenhaus angefügt, das den Kirchplatz im Süden abschließt. Die Planung wird ergänzt durch ein Konzept zur energetischen Sanierung der Kirche. Wesentlicher Bestandteil sind dabei - neben Modernisierung der bestehenden Kirchenfassaden und der Decke des Kirchenraumes - Luftkollektoren vor den bisher ungedämmten Fassaden der Nord- und Südseite, die aus einem Wechsel von Stahlbetonscheiben und Betonverglasung bestanden. Die davor errichteten transluzenten Vorfassaden aus Polycarbonat-Lichtbauelementen bewirken durch die Minimierung der Hüllfläche und ihre thermischen Eigenschaften, eine deutliche Verringerung der Transmissionsverluste – auf ca. 20% – sowie zudem die Erzielung passiver solarer Gewinne und somit eine wesentliche Reduzierung des Energiebedarfs des Gebäudes. Die solaren Einträge können insbesondere auf der Südseite in der Heizperiode zu einem Großteil in der vorhandenen massiven Baukonstruktion der Fassade gespeichert sowie über die installierte Lüftungsanlage an den Kirchenraum weitergegeben werden.
Gemäß einer thermodynamischen Gebäudesimulation wird mit diesen Maßnahmen der Heizwärmebedarf auf voraussichtlich ca. 30 kWh/m²a begrenzen. Die bereits im Jahr 2013 auf einem Teil der nach Süden ausgerichteten Kirchendachfläche installierte Photovoltaikablage produziert mit jährlich ca. 30.000 kWh gemäß den Berechnungen mehr Energie, als im Gebäude künftig für die Beheizung und den Betrieb der elektrische Anlagen verbraucht wird, so dass die St. Martins-Kirche nunmehr als „Plus-Energie-Kirche“ bezeichnet werden kann.
