Innenrenovierung und Orgelneubau
Meßkirch - Kirche - St. Martin
Südwestlich von Sigmaringen in der kleinen Stadt Meßkirch thront über den Dächern der Altstadt die kunst- und bauhistorisch wertvolle Kirche St. Martin mit einem der schönsten Rokokoräume der Erzdiözese Freiburg.
Herrliche Ausmalungen von Meinrad von Au, filigraner Stuck von Jacob Schwarzmann und prächtige Altäre von Franz Xaver Bieheler prägen den Kirchenraum, der über die Jahre durch fortschreitende Verschmutzung und Alterung seine ursprüngliche Leuchtkraft und Ausstrahlung verloren hatte. Das zweifellos bedeutendste Kunstwerk ist jedoch das über die Grenzen hinaus bekannte Dreikönigsbild des Meisters von Meßkirch.
Nach der Durchführung eines Vorprojektes folgten viele Jahre des Ringens um den baulichen Umfang und die Finanzierbarkeit der geplanten Innenrenovierung, die jedoch 2018 mit der Erteilung der kirchenaufsichtlichen Genehmigung ihren glücklichen Abschluss fanden.
Nun konnte endlich mit den Ausschreibungen und der Umsetzung vor Ort begonnen werden, was die Beteiligten in Zeiten der Pandemie 2020 / 2021 bisweilen vor besondere Herausforderungen stellte.
Das zu schulternde Maßnahmenpaket umfasste die Reinigung und Retuschierung der Wand- und Deckenflächen, die Restaurierung der Altäre, die Sanierung der Deckenkonstruktion samt Putzdeckenaufhängung sowie die Instandsetzung der gesamten Ausstattung des Innenraumes. Allesamt äußerst anspruchsvolle Arbeiten an der historischen Bausubstanz, die in enger Abstimmung mit den Denkmalbehörden vonstattengingen.
Neu dagegen sind der helle Kalksteinboden im Langhaus, die Glas-Stahl-Windfängen an den Eingangsportalen und die komplette technische Ausstattung. Besondere Wirkung auf Fresken und Malereien entfaltet die neu installierte indirekte Beleuchtung.
Der Eingangsbereich wurde durch die Wegnahme einiger Bankreihen und das Einkürzen der hinteren Gestühlsblöcke großzügiger gestaltet und bietet nun Raum für Begegnung und Austausch vor und nach den Gottesdiensten. Ein modern gestalteter Schriften- und Informationsstand setzt hier den besonderen Akzent.
2025 findet die Innenrenovierung ihre würdige Vollendung mit dem Einbau einer neuen Orgel auf der oberen Empore.
