Erzbischöfliches Bauamt
Konstanz

Engen - Mariä Himmelfahrt

erbaut um 1200/50
Instandsetzung, Innenrenovation, Neugestaltung
2011 - 2012

Die spätromanische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde um 1200/50 erbaut.
Im 15., 17., und 18. Jahrhundert wurde sie jeweils wesentlich verändert. Bei der Barockisierung zwischen 1663 und 1747 wurden u.a. Gewölbe eingezogen, Stuckierungen aufgebracht und Ausmalungen vorgenommen.

Aufgrund deutlicher Verschmutzungen an Decken und Wänden, Rissen in den Gewölben, sowie Schäden am Dachtragwerk wurde 2009 ein Vorprojekt durchgeführt. Ab Mai 2010 konnten die weitere Planung und die Ausschreibung der Arbeiten erfolgen.

Mit den Renovierungsarbeiten wurde im Frühjahr 2011 begonnen. Der Schwerpunkt lag zunächst bei Instandsetzung des Dachtragwerks und der Gewölbekonstruktion, welche schwerwiegende Schäden aufwiesen, die durch Fäulnis und Hausschwammbefall - aber auch durch konstruktive Eingriffe bei früheren Umgestaltungen - verursacht waren.

Die Arbeiten an Raumschale und Ausstattung begannen im Oktober 2011. Der stark durchfeuchtete, salzbelastete Putz der Sockelzone wurde erneuert. Es erfolgten Putzsicherungen an Decken und Wänden, verschmutzte Putzflächen wurden gereinigt und teilweise lasierend gestrichen. Wand- und Deckenmalereien erfuhren eine Reinigung und man sicherte pudernde und aufstehende Malschichten; Fehlstellen wurden retuschiert.

Es erfolgte die Restaurierung verschiedener Altarfiguren, der Beichtstühle, kleinerer Gemälde sowie des Hochaltargemäldes.

Weiterhin wurden Sandsteinrestaurierungen, die Reinigung der Säulen und kleinere Ergänzungen an Fehlstellen vorgenommen. An einzelnen Epitaphen wurden vor der Reinigung Entsalzungskompressen angebracht.

Die feierliche Wiedereröffnung der Kirche fand am 14.10.2012 statt. Die Gestaltung eines Andachtsortes und eines Schriftenstand-Ensembles wurden 2015 fertiggestellt.