Erbaut 1696-1698
Innenrenovation
2007-2009
Wald - St.Bernhard
Die Pfarrkirche St. Bernhard in Wald ist Bestandteil der Klosteranlage Wald, welches als Zisterzienserkloster im Jahre 1200 vom Grafen Burkard Weckenstein gegründet wurde.
Mit dem Kirchenbau der heutigen Pfarrkirche St. Bernhard wurde 1696 unter der Leitung von J. Beer, Mitglied der bekannten Vorarlberger Baumeisterfamilie, begonnen. Beendet wurde der Kirchenbau bereits 2 Jahre später im Jahre 1698.
Es kann wohl gesagt werden, dass die Pfarrkirche St. Bernhard aufgrund ihrer reichen Ausstattung in hoher künstlerischer Qualität und aufgrund des erhaltenen, ursprünglichen Zustands der Originalsubstanz mit zu den wertvollsten Kunstdenkmälern Hohenzollerns gehört.
Nachdem im Jahre 1963 die Pfarrkirche letztmalig einer Innenrenovation unterzogen wurde, zeigte die Raumschale starke Verschmutzungen und ließ den so prachtvoll ausgestatteten Raum dunkel erscheinen.
Als erster Schritt wurde die gesamte Kirche im Sommer 2007 begast, um den vorhandenen, zerstörerischen Anobienbefall nachhaltig zu stoppen. In den Jahren 2008/2009 wurden dann die weiteren konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen an der Raumschale und Ausstattung durchgeführt.
Die komplette Technische Ausstattung wie Elektroverteilung und Heizung wurde erneuert und dem heutigen Standard angepasst.
Die neuen Einbauten wie Windfang und Trennwände zur Beichtkammer und dem hinteren Eingangsbereich wurden bewusst neuzeitlich gestaltet, fügen sich aber durch ihre reduzierte Formensprache und Farbgebung in den historischen Kontext zurückhaltend ein.
Ein deutlicher zeitgenössischer Glanzpunkt im Kirchenraum bildet die neue liturgische Ausstattung. Der aus einem Künstlerwettbewerb hervorgegangene Merdinger Bildhauer Alois Landmann hat einen Altar und Ambo aus Bardiglio - Marmor geschaffen, die in ihrer monolithischen Form dem verspielten und bewegten Rokokoraum einen kräftigen Ruhepol entgegensetzen
