Erzbischöfliches Bauamt
Konstanz

Vilsingen - St.Johannes und Paulus

erbaut Mitte 19. Jahrhundert
Gesamtrenovation
2016/2017

Die Pfarrkirche St. Johannes und Paulus wurde Mitte des 19. Jahrhunderts vom königl. preußischen Oberinspektor Laur im neogotischen Stil erbaut. Zwei Erdbeben erschütterten den Kirchenbau im 20. Jahrhundert - im Jahre 1911 und 1978, wobei am Gebäude schwere Schäden entstanden.

Die letzten Sanierungsmaßnahmen am Gebäude lagen bereits 40 Jahre zurück. Schäden an den Steinfassaden waren zum Teil bis heute unsaniert geblieben. Die Heizungs- und Elektrotechnik war veraltet und die liturgische Situation vorkonziliar.

2016 begann die Außenrenovation, mit besonderem Fokus auf die Reinigung und Instandsetzung des Natursteinmauerwerks. Im Jahresverlauf wurde die gesamte Kirche außen saniert, einschließlich Fenstermaßwerke und Verglasungen.

Die liturgische Situation sollte im Rahmen der Modernisierung deutlich verbessert werden.
Für den Innenraum wurde deshalb ein neues Raumkonzept realisiert.

Es beinhaltet:
- die Schaffung einer Altarinsel mit Zelebrationsaltar im Zentrum
- die Installation fester Bänke im Langhaus unter Verwendung der historischen Bankdocken, in den Querhausarmen mobile Bestuhlung, damit für verschiedene Gottesdienstformen flexibel gestuhlt werden kann
- Erweiterung des Sakristeianbaus, um Platz für einen Gemeinderaum mit WC zu schaffen, einschließlich barrierefreier Erschließung.

2017 erfolgten die Renovation der Raumschale und Ausstattung, der Einbau des Bodenbelags, des Gestühls mit Gestühlsboden und die Sakristeierweiterung. Der Seiteneingang sowie die Sakristei erhielten ebenfalls barrierefreie Zugänge. Die technische Ausstattung - wie Elektroverteilung, Heizung und Elektroakustische Anlage- wurde erneuert und dem heutigen Standard angepasst.

Abschluss der Innenrenovation bildete die Neugestalung der Prinzipalien. Nach einem Entwurf des Erzb. Bauamts Konstanz wurden Zelebrationsaltar und Ambo, Altarleuchter, Ewiges Licht und die Weihwasserstelle in Rorschacher Sandstein und brüniertem Messing neu gestaltet.

Die feierliche Altarkonsekration nahm Erzbischof Stefan Burger am Sonntag, den 21. Januar 2018 vor.